FDP Mechernich

Peinlicher Auftritt Herr Bürgermeister

Bürgermeister Dr Hans Peter Schick (Foto: Archiv, MM)

Ein Kommentar zur Bürgerversammlung-Bleigutachten/Berichterstattung vom 8. Juli 
von Tim Simon (Quelle: Mechernicher Morgenpost)

Ja in Ordnung: Der Film des ZDF ist etwas „reißerisch“ und verkürzt eine sehr komplexe Thematik.
So macht man heute TV. Die Konkurrenz heißt: RTL, SAT1 & Co. Falsch ist er deshalb aber nicht.

Es gab aber einmal eine Zeit, das waren die Mechernicher stolz auf „ihren“ Bürgermeister:

Ein „Mechernicher Jung“ vom Bauernhof, der „einen Doktor“ hatte. Zunächst etwas mit Skepsis beäugt, als er 1999 ins Amt kam. Damals hatte Dr. Hans-Peter Schick (CDU) wenig bis gar keine Kenntnisse darüber, wie eine Stadtverwaltung arbeitet. Es war Christian Baans (SPD), damals 1. Beigeordneter der Stadt, der ihm peu a peu nahebrachte, wie eine Verwaltung funktioniert, worauf es ankommt, und Hans-Peter Schick mit der Zeit viele, wertvolle Hilfen & Wissen lieferte.

Über die Jahre erwuchs Dr. Schick von einem scheuen, zurückhaltenden Mann zu einem sehr selbstbewussten Fachmann heran. Die Schullandschaft wurde gestärkt, die Dreifachturnhalle entstand, die (umstrittene) Eifel-Therme wurde gebaut, das alte, sehr beliebte Gartenhallenbad – zentral gelegen (Johannesweg) wurde dafür 2005 abgerissen. 2009 kam noch das neue Rathaus hinzu. Lang ist es her.

Und heute? 

Vor den Kulissen: Dank der Nähe fast aller Presse-Erzeugnisse zu einer großen, konservativen Partei, die in Mechernich seit vielen Jahrzehnten die Mehrheit, somit die Macht hat: Ein freundlich lächelnder Dr. Hans-Peter Schick auf Photos verewigt vor der Hochwald-Baustelle, am Bahnhof oder am Arenbergplatz. Sie sollen das Signal aussenden: Sieh her, Volk: Das tue ich alles für Euch, Mechernich wächst, et läuft alles bestens, „Erfolg ist wählbar“ … platzte die Mehrheitspartei kürzlich fast vor stolz in einem Werbe-Flyer zur anstehenden Bürgermeisterwahl am 13. September.

Hinter den Kulissen: Ein ganz anderes Bild: Ein Mann, der zusehends die Kontrolle zu verlieren scheint:

Erstens: Über sich selbst: Seine täglichen Wutausbrüche und Schrei-Attacken sind bei Verwaltungsmitarbeitern und Lokalpolitikern berüchtigt und gefürchtet. 

Zweitens: Über seine Aufgaben: Die Eifel-Therme-Affäre (bis heute nicht aufgearbeitet), Mitarbeiter, die mit Drohgebärden in Angst versetzt werden, wenn sie nicht „spuren“, Ignorieren von gesetzlichen Regelungen bei Ablauf und Organisation von Gremiensitzungen, ein katastrophales Missmanagement zur „Blei-Thematik“ was dem Ansehen Mechernichs massiven Schaden zugefügt hat. … um nur einige, wenige Beispiele zu nennen.

Tricksen, Täuschen, Verheimlichen, Drohungen & Falschaussagen scheinen immer mehr Regel, statt Ausnahme zu werden. „21 Jahre Schick“ und ein clever errichtetes Netzwerk der Kumpanei scheinen das möglich gemacht zu haben.

Sie glauben, wir würden das erfinden? Belege, sowie Versicherungen an Eides statt zu den Vorgängen liegen uns vor.

Um eines klarzustellen: Dr. Hans-Peter Schick trägt keine Verantwortung dafür, dass es in Mechernich das altbekannte Blei-Problem gibt!
Das giftige Schwermetall ist da, liegt im Boden und wird bleiben.

Als ein Bürgermeister jedoch, der seinen Aufgaben noch gewachsen wäre, wäre es aber seine Pflicht, denn dafür wird er bezahlt, dass er mit allen Einwohnern, mit Lokalpolitik und auch der nicht in Mechernich, bzw. im Kreis Euskirchen ansässigen Presse offen und ehrlich zusammenarbeiten würde.
So, und nur so hätte Herr Dr. Schick wieder Glaubwürdigkeit herstellen können!

Im Klartext: Ein ZDF, ein WDR hätte gar nicht die vielfältigen, negativen Berichte über unsere Heimatstadt machen können, wenn der Bürgermeister nicht immer wieder mit „gezinkten Karten“ gespielt hätte.

Den Menschen, die sich am Mittwoch in der Aula bei der (scheinbaren) Bekanntgabe des Bodengutachtens auf den Weg gemacht hatten, 2 !/2 Stunden Zeit investierten, ein Gutachten, welches der Bürgermeister selbst bereits seit mindestens 9 Monaten kannte, in Teilen erneut vorzuenthalten, und fast noch schlimmer:
vor der versammelten Presse dann zu kneifen, und davon zu laufen – jedes Gespräch zu verweigern – war ein jämmerliches Bild, was bleiben wird.

Ein Verwaltungsleiter, der mit sich und mit dem, was er den Menschen sagt „im Reinen wäre“ hätte dieses Verhalten nicht nötig.

Quelle: Mechernicher Morgenpost